Author: Julien Savioz
12.1.26
Lesedauer:
2 min

Machtkampf um die Fed: Dollar-Risiken steigen

Machtkampf um die Fed: Dollar-Risiken steigen

Trump will mehr Einfluss auf die US-Notenbank. Und tiefere Zinsen.

Das ist soweit nichts Neues.

Neu ist, dass die US-Justiz Fed-Chef Jerome Powell mit einer Strafuntersuchung droht.

Im Fokus stehen Aussagen rund um die 2.5 Milliarden Dollar teure Renovation der Fed-Zentrale in Washington.

Der Fed-Chef wertet dies als weiteren Vorwand, Einfluss auf die Arbeit der Fed zu nehmen.

In einer seltenen (und ungewöhnlich klaren) Videoansprache sagte Jerome Powell gestern:

«Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird.»

In anderen Worten: Die Unabhängigkeit der Fed ist gefährdet.

Zur Erinnerung: Jerome Powells Amtszeit endet im Mai 2026. Sollte Donald Trump die Fed-Politik durch die Ernennung eines loyalen Nachfolgers (die Nominierung steht diesen Monat an) politisieren, drohen mehr Zinssenkungen als erwartet.

Die Folge: Höhere Inflationserwartungen, ein Anstieg der langfristigen Anleiherenditen - und die Frage nach der Rolle des US-Dollars als sicherer Hafen.

Denn die Unabhängigkeit der Fed ist das Fundament für die Stabilität des US-Dollars.

USD/CHF verliert heute 0.4%, Gold legt 1.7% zu, Silber 5.1%.

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