
Die Idee dahinter: Über Zeit gleicht sich alles aus.
Mal ist der Kurs halt günstig, mal ungünstig.
Im Schnitt fährt man etwa gleich gut.
Klingt vorerst logisch, kann aber gefährlich sein.
Beispiel:
Ein Grosshändler für Werkzeuge kauft 95% seiner Waren im Ausland ein.
Dafür braucht er 8-9 Mio. Euro pro Jahr.
Die Preise sind in Katalogen festgeschrieben, die jährlich aktualisiert werden.
Die EBIT-Marge liegt bei 4%.
Ein unerwarteter Kursgewinn ist ein nettes Extra für die Erfolgsrechnung.
Eine längere Verlustphase zehrt unter Umständen den ganzen EBIT auf.
Der statistische Ausgleich mag langfristig sogar stimmen.
Aber der Devisenmarkt folgt keiner vordefinierten Logik.
Und nimmt keine Rücksicht auf Geschäftsmodelle, Margen oder Kataloglaufzeiten.
Deshalb lohnt sich die Frage:
Wie sensitiv reagiert das Ergebnis auf eine Kursbewegung von 2%, 4%, 6%?
Um dann bewusst entscheiden zu können, ob man das Risiko tragen will.
Oder eben nicht.