Author: Julien Savioz
2.3.26
Lesedauer:
2 min

EUR/CHF auf neuem Tief - was braucht es, damit 0.90 fällt?

Der Schweizer Franken ist wieder gefragt.

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Seit den Iran-Schlagzeilen der letzten Tage ist EUR/CHF erneut unter Druck geraten. Das Währungspaar notiert auf einem neuen Tief, die psychologisch wichtige Marke von 0.90 rückt in Sichtweite.

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Nach der längeren Seitwärtsbewegung im 2025 ist die Volatilität also zurück.

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Was bräuchte es, damit 0.90 fällt?

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1. Ölschock: Eine nachhaltige Blockade der Strasse von Hormuz würde Energiepreise treiben, die Inflation in Europa anheizen und gleichzeitig das Wachstum bremsen. Für den EUR ein toxisches Umfeld.

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2. EZB unter Druck: Steigt die Inflation wieder (durch höhere Energiepreise), wird es für die EZB schwieriger, Zinsen weiter zu senken. Bleibt das Wachstum schwach, muss sie es vielleicht trotzdem. Dieser Zielkonflikt ist EUR-negativ.

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3. SNB greift nicht ein: Historisch hat die SNB interventiert, wenn der CHF zu schnell zu stark aufgewertet hat. Mit einem Leitzins bei 0% ist ihr Werkzeugkasten kleiner geworden. Negativzinsen hat Martin Schlegel zuletzt explizit ausgeschlossen (der nächste SNB-Zinsentscheid ist am 19. März). Bleibt die Intervention am Devisenmarkt, aber auch die hat Grenzen: Stichwort Währungsmanipulation.

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Fazit: Ja, 0.90 kann in den nächsten Wochen fallen. Aktuell ist das nicht das Basisszenario. Aber auch kein Extremszenario mehr.

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