Author: Julien Savioz
4.8.26
Lesedauer:
2 min

Ein aktueller Fall aus der Praxis.

Ein Schweizer Reiseunternehmen benötigt jährlich EUR 20 Mio.

Die Kunden buchen ihre Reisen übers Online-Buchungsportal in CHF.

Das Unternehmen bezahlt seine Anbieter im Ausland jedoch in EUR.

1) Das Problem

Zwischen der Buchung des Kunden (in CHF) und der Zahlung an den Anbieter (in EUR) vergehen 6 Monate. In diesem Zeitraum ist das Unternehmen dem Wechselkurs-Risiko vollständig ausgesetzt. Es besteht keine Möglichkeit, Preise nachträglich anzupassen.

2) Das Risiko

Wird der EUR zum CHF stärker, verringert sich die kalkulierte Marge. Jedes Prozent Kursbewegung entspricht aufs Jahresvolumen gerechnet einer Differenz von EUR 200k (oder ca. CHF 187k). Das ist angesichts der knappen EBIT-Marge von 5% kritisch.

3) Die Lösung

100% transaktionsbasiertes Hedging (abzgl. historischer Storno-Rate) mit Termingeschäften. Am Ende jedes Tages werden die Buchungen aggregiert und abgesichert. Damit wird das Währungsrisiko neutralisiert.

4) Der Bonus

Da die Zinsen in der Eurozone strukturell höher sind als in der Schweiz, profitiert das Unternehmen von einem Terminabschlag von über 1%. Das verbessert den Einkaufskurs gegenüber dem heutigen Kassakurs.

Das Ergebnis: Deutlich höhere Planungssicherheit und weniger Ergebnisvolatilität.

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