Author: Julien Savioz
30.7.26
Lesedauer:
1 min

Fed-Entscheid bringt Unsicherheit für den Dollar.

Die US-Notenbank beliess den Leitzins gestern Abend bei 3.50 bis 3.75%.

Bemerkenswert ist, dass drei der zwölf Mitglieder des Zinskomitees eine Erhöhung forderten. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh unterstützte die Zinspause zwar, signalisierte jedoch deutlich, dass das Inflationsziel von 2% nicht verhandelbar sei.

Noch wichtiger ist der Wechsel in der Kommunikation: Warsh gibt weniger Hinweise auf den künftigen Zinspfad («Forward Guidance») und will geldpolitische Entscheidungen stärker von den jeweils aktuellen Daten abhängig machen.

Fazit: Die Fed wird weniger berechenbar. Zinsentscheidungen dürften wieder stärker von Sitzung zu Sitzung fallen, statt im Voraus signalisiert zu werden. Unternehmen mit USD-Exposure müssen sich darauf einstellen, dass der Dollar künftig stärker auf einzelne Daten reagiert und Schwankungen im USD/CHF zunehmen.

Der USD/CHF gab nach dem Entscheid rund 0.5% nach und handelt heute Morgen bei 0.8160.

Die nächste Fed-Sitzung findet am 16. September statt.

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