
Die US-Notenbank beliess den Leitzins gestern Abend bei 3.50 bis 3.75%.
Bemerkenswert ist, dass drei der zwölf Mitglieder des Zinskomitees eine Erhöhung forderten. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh unterstützte die Zinspause zwar, signalisierte jedoch deutlich, dass das Inflationsziel von 2% nicht verhandelbar sei.
Noch wichtiger ist der Wechsel in der Kommunikation: Warsh gibt weniger Hinweise auf den künftigen Zinspfad («Forward Guidance») und will geldpolitische Entscheidungen stärker von den jeweils aktuellen Daten abhängig machen.
Fazit: Die Fed wird weniger berechenbar. Zinsentscheidungen dürften wieder stärker von Sitzung zu Sitzung fallen, statt im Voraus signalisiert zu werden. Unternehmen mit USD-Exposure müssen sich darauf einstellen, dass der Dollar künftig stärker auf einzelne Daten reagiert und Schwankungen im USD/CHF zunehmen.
Der USD/CHF gab nach dem Entscheid rund 0.5% nach und handelt heute Morgen bei 0.8160.
Die nächste Fed-Sitzung findet am 16. September statt.